Programmübersicht Deutsch-ungarisches Parlamentsstipendium 2011

Das ungarische Parlamentsstipendium für junge deutsche Universitätsabsolventen wurde erstmals 2008 gemeinsam vom Sprecher des ungarischen Parlaments und dem deutschen Bundestagspräsident ins Leben gerufen - als Antwort auf das seit zwanzig Jahren existierenden Internationalen Parlaments Stipendiums (IPS) des Deutschen Bundestages. Dies ist bereits der vierte Jahrgang unseres Programms.

Die Bewerber kamen aus unterschiedlichen Fachrichtungen, wie Jura, Politologie, Wirtschaftswissenschaften und internationale Beziehungen, und mussten sich bis zum 15. Juni 2011 schriftlich bewerben. Anfang Juli wurden die geeigneten Kandidaten in Berlin zu einem Auswahlgespräch geladen, wo drei von ihnen für das Stipendium 2011 gewählt wurden: Hanna Schmuch, Márta Varga und Daniel Landeck. Sie konnten im September 2011 ihr Stipendium antreten.

Zu Beginn des Programms weiteten die Teilnehmer an der deutschsprachigen Andrássy Universität Budapest ihre Kenntnisse der ungarischen Geschichte, Politik, Wirtschaft und Kultur aus. Zudem gab es einen individuellen Sprachkurs, dem Niveau der Stipendiaten angepasst.

Die folgenden Wochen verbrachten unsere Stipendiaten in den Fraktionsbüros der im Parlament vertretenen Parteien und lernten die Arbeit der verschiedenen Abteilungen und Organisationsstrukturen des ungarischen Parlamentes kennen. Sie nahmen an den Plenarsitzungen der Nationalversammlung teil und an der Hausausschussitzung, die den Fahrplan der Plenarsitzungen bestimmt.

Dieses Jahr kam als neues Element im Programm die Praktikumswoche bei je zwei Abgeordneten der verschiedenen Fraktionen dazu. Hier erhalten die Stipendiaten einen persönlichen Einblick in den Alltag der ungarischen Abgeordneten und bauen ein Kontaktnetzwerk mit den Mitarbeitern dieser auf.

Im November stehen des Weiteren Besuche in wichtigen Staatsorganen und Ministerien an, sowie der Lokalregierungen im Land. Auch ist ein Besuch bei der Selbstverwaltung der in Ungarn lebenden deutschen Minderheit auf dem Programm.

Im Dezember, der Schlussphase des Programms, schreiben die Stipendiaten eine wissenschaftliche Arbeit in von ihnen frei gewählten Themen, die dem eigentlichen Ziel des Programms dienen soll: Dem Deutsch-ungarischen Austausch sowie dem Verständnis der jeweils anderen Parlamentsstruktur und Politikkultur.